Tag Archive: Organspendeausweis

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    Tag der Organspende 2026 – Eine Rose als Zeichen des Dankes

    Der Tag der Organspende ist ein Tag des Erinnerns, des Dankes und der Hoffnung. Er rückt die Menschen in den Mittelpunkt, die durch ihre Entscheidung zur Organspende Leben gerettet oder schwerkranken Patientinnen und Patienten neue Lebensqualität geschenkt haben – ebenso wie ihre Angehörigen, die diesen Weg in einer schweren Stunde mitgetragen haben.

    Auch in diesem Jahr setzt das Netzwerk Organspende NRW e.V. rund um den Tag der Organspende ein sichtbares Zeichen der Wertschätzung: Mit unserer Rosenaktion besuchen wir vier Kliniken in Nordrhein-Westfalen und überreichen weiße Rosen an die Mitarbeitenden auf den Intensivstationen und in den beteiligten Funktionsbereichen.

    Die Rose steht dabei für Dankbarkeit, Respekt und Erinnerung. Sie ist ein stilles Zeichen für das, was Organspende bedeutet: Hoffnung, Leben – und die Bereitschaft, auch in Momenten großer Trauer an andere zu denken.

    Ein Dank an die Teams in den Krankenhäusern

    Organspende ist weit mehr als ein medizinischer Ablauf. Sie erfordert fachliche Kompetenz, klare Strukturen und vor allem viel Menschlichkeit. Die Mitarbeitenden in den Kliniken begleiten Angehörige in sehr belastenden Situationen, schaffen Vertrauen, geben Orientierung und ermöglichen unter hohem zeitlichem und organisatorischem Aufwand den Weg zu einer möglichen Organspende.

    Dieses Engagement bleibt im Klinikalltag oft im Hintergrund. Mit unserer Rosenaktion möchten wir genau diesen Einsatz sichtbar machen und Danke sagen – den Teams, die mit großer Verantwortung, Einfühlungsvermögen und Professionalität handeln.

    St. Bernhard-Hospital Kamp-Lintfort – Aktion am 27. Mai 2026

    Ein dankbarer Auftakt

    Im St. Bernhard-Hospital Kamp-Lintfort startete unsere diesjährige Rosenaktion. Schon beim Ankommen wurde spürbar, wie offen und herzlich die Aktion aufgenommen wurde. In den Gesprächen mit den Mitarbeitenden zeigte sich, wie viel Engagement, Erfahrung und Menschlichkeit im Klinikalltag steckt – oft leise, oft selbstverständlich, aber von unschätzbarem Wert.

    Mit der weißen Rose konnten wir unseren Dank persönlich überbringen: für die Aufmerksamkeit gegenüber Angehörigen, für die Begleitung in schwierigen Situationen und für die Bereitschaft, dem Thema Organspende Raum zu geben.

    Pressemitteilung
    St. Bernhard-Hospital Kamp-Lintfort – Aktion am 27. Mai 2026

    Krankenhaus Köln-Merheim – Aktion am 28. Mai 2026

    Stille Momente des Dankes im Klinikalltag

    Im Krankenhaus Köln-Merheim begegneten wir Menschen, die sich tagtäglich mit großer Verantwortung und viel Einfühlungsvermögen für Patientinnen, Patienten und Angehörige einsetzen. Die Übergabe der Rosen schuf kleine Momente des Innehaltens mitten im Klinikalltag.

    Viele Reaktionen machten deutlich, dass ein einfaches Zeichen der Wertschätzung viel bedeuten kann. Die Rose stand an diesem Tag nicht nur für Dank, sondern auch für das Bewusstsein, dass Organspende immer mit persönlichen Geschichten, Abschied und Hoffnung verbunden ist.

    Krankenhaus Köln-Merheim – Aktion am 28. Mai 2026

    Knappschaft Kliniken Universitätsklinikum Bochum – Aktion am 29. Mai 2026

    Wertschätzung für gelebte Verantwortung

    In den Knappschaft Kliniken Universitätsklinikum Bochum in Bochum-Langendreer durften wir zahlreiche Mitarbeitende persönlich erreichen. Dabei wurde sichtbar, mit wie viel Professionalität und Herz die Teams ihre Aufgaben wahrnehmen.

    Die Gespräche vor Ort waren geprägt von Offenheit, Interesse und gegenseitiger Wertschätzung. Mit jeder überreichten Rose wollten wir deutlich machen: Dieses Engagement wird gesehen. Es verdient Anerkennung – gerade, weil es oft in Momenten geschieht, die für Angehörige besonders schwer sind.

    Pressemitteilung
    Knappschaft Kliniken Universitätsklinikum Bochum – Aktion am 29. Mai 2026

    Herz- und Diabeteszentrum NRW Bad Oeynhausen – Aktion am 01. Juni 2026

    Ein stiller Dank zum Abschluss der Tour

    Den Abschluss unserer Rosenaktion bildete das Herz- und Diabeteszentrum NRW in Bad Oeynhausen. Auch hier wurden wir herzlich empfangen und konnten unseren Dank persönlich an die Mitarbeitenden weitergeben.

    Die Begegnungen zeigten noch einmal eindrucksvoll, wie wichtig es ist, das Thema Organspende nicht nur medizinisch, sondern auch menschlich zu betrachten. Die weißen Rosen waren ein stilles Zeichen der Anerkennung für alle, die mit ihrer Arbeit dazu beitragen, dass aus Verlust neue Hoffnung entstehen kann.

    Pressemitteilung
    Herz- und Diabeteszentrum NRW Bad Oeynhausen – Aktion am 01. Juni 2026
  2. Ein Ort des Dankes und der Erinnerung:

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    Netzwerk Organspende NRW bei der Einweihung des „Dank.Mals“ in Bethel

    Zum Tag der Organspende 2026 wurde im Evangelischen Klinikum Bethel (EvKB) in Bielefeld ein besonderer Ort des Gedenkens eingeweiht: das „Dank.Mal“ mit dem Titel „Flügel des Lebens“. Das farbenfrohe Kunstwerk des Bielefelder Künstlers Karl Wachtmann ist Organspenderinnen und Organspendern sowie ihren Angehörigen gewidmet und macht Dankbarkeit, Wertschätzung und Erinnerung sichtbar.

    Stellvertretend für das Netzwerk Organspende NRW e.V. nahmen unser Vorstandsmitglied Christina Hülsmann und unsere Patin für Organspende Rita Schlink an der feierlichen Einweihung teil. Für beide war es ein bewegender Moment, an einem Ort dabei zu sein, der die Bedeutung von Organspende auf eine sehr persönliche und zugleich würdige Weise in den Mittelpunkt stellt.

    Das „Dank.Mal“ befindet sich im Eingangsbereich der Kapelle im Haus „Gilead I“ des EvKB. Im Zentrum des illuminierten Bildes steht der Schmetterling – ein Symbol für Verwandlung, Hoffnung und neues Leben. Genau darum geht es auch bei der Organspende: Menschen ermöglichen über den eigenen Tod hinaus anderen eine neue Perspektive, neue Lebenszeit und oftmals ein Weiterleben.

    Dr. Friedhelm Bach, Transplantationsbeauftragter Arzt im EvKB, machte im Rahmen der Einweihung deutlich, dass mit dem Kunstwerk ein Zeichen des Dankes geschaffen wurde – gerade weil ein persönliches Dankeschön an die Spenderinnen und Spender selbst nicht mehr möglich ist. Das EvKB engagiert sich seit vielen Jahren intensiv im Bereich Organspende und gehört seit 2017 zu den Entnahmekrankenhäusern mit hauptamtlicher Transplantationskoordination. Seitdem wurden dort bereits zahlreiche Organspenden begleitet und vielen Menschen konnte durch transplantierte Organe geholfen werden.

    Auch die Angehörigen von Organspenderinnen und Organspendern standen bei der Einweihung im Mittelpunkt. Sie treffen in einer Ausnahmesituation eine Entscheidung, die anderen Menschen Hoffnung und Leben schenken kann. Das „Dank.Mal“ würdigt deshalb nicht nur die Spenderinnen und Spender, sondern auch die Familien, die diesen schweren Weg mitgehen.

    Für das Netzwerk Organspende NRW war die Teilnahme an der Einweihung ein wichtiges Zeichen der Verbundenheit. Orte wie dieser machen sichtbar, was im Klinikalltag oft im Stillen geschieht: das große Engagement der Transplantationsbeauftragten, der Pflegekräfte, der Ärztinnen und Ärzte sowie aller Mitarbeitenden, die Organspende möglich machen und Angehörige in schweren Momenten begleiten.

    Gleichzeitig erinnert das „Dank.Mal“ daran, dass weiterhin viel Aufklärungsarbeit nötig ist. Noch immer warten viele Menschen in Deutschland auf ein lebensrettendes Organ. Umso wichtiger ist es, über Organspende zu sprechen, eine persönliche Entscheidung zu treffen und diese zu dokumentieren.

    Wir danken dem Evangelischen Klinikum Bethel für dieses starke und berührende Zeichen der Wertschätzung und freuen uns, dass Christina Hülsmann und Rita Schlink das Netzwerk Organspende NRW bei dieser besonderen Einweihung vertreten durften.

    Bild:
    Dr. Christian Brandtner, geschäftsführender Arzt der DSO-Region NRW, Rita Schlink, Christina Hülsmann, Dr. Friedhelm Bach, Transplantationsbeauftragter EvKB, und Dr. Matthias Ernst, Geschäftsführer EvKB, vor dem „Dank.Mal“ „Flügel des Lebens“ im Evangelischen Klinikum Bethel.

  3. Pateneinsatz auf der Seniorenmesse in Sprockhövel

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    Am 25. April 2026 war das Netzwerk Organspende NRW mit einem Infostand auf der Seniorenmesse in Sprockhövel vertreten. Der Einsatz unserer Patinnen und Paten wurde von zahlreichen Interessierten begleitet und zeigte einmal mehr, wie wichtig persönliche Aufklärung und der direkte Austausch sind.

    Der Infostand erfreute sich über den gesamten Tag hinweg eines guten Zulaufs. Viele nutzten die Gelegenheit, sich umfassend über das Thema Organspende zu informieren und offene Fragen zu klären. Besonders positiv fiel die große Offenheit und Gesprächsbereitschaft auf, mit der die Menschen das Angebot angenommen haben.

    Ein besonderer Service vor Ort war die Möglichkeit, Organspendeausweise direkt am Stand neu auszustellen oder bestehende Ausweise zu aktualisieren. Dank eines mitgebrachten Druckers konnten Interessierte ihren ausgefüllten Ausweis sofort mitnehmen – ein Angebot, das vielfach genutzt wurde.

    In den Gesprächen zeigte sich, dass vielen nicht bewusst ist, dass es für die Organspende keine feste Altersgrenze gibt. Im Gegensatz zur Blut- oder Knochenmarkspende ist eine Entscheidung für die Organspende grundsätzlich in jedem Alter möglich. Diese Information führte häufig zu Aha-Momenten und regte zum Nachdenken an.

    Der Pateneinsatz in Sprockhövel hat erneut verdeutlicht, wie wichtig kontinuierliche Informations- und Aufklärungsarbeit ist. Gerade Veranstaltungen wie die Seniorenmesse bieten eine wertvolle Plattform, um Menschen direkt zu erreichen, Unsicherheiten abzubauen und zu einer bewussten Entscheidung zu ermutigen.

    Wir danken allen Beteiligten für ihr Engagement und freuen uns über das große Interesse, das uns an diesem Tag entgegengebracht wurde.

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    Erfolgreicher Einsatz auf dem Feierabendmarkt in Gelsenkirchen-Buer

    Am 23. April 2026 war das Netzwerk Organspende NRW e.V. auf dem Feierabendmarkt auf der Domplatte in Gelsenkirchen-Buer vertreten – und blickt auf eine rundum gelungene Veranstaltung zurück. Bei bestem Wetter und in entspannter Feierabendatmosphäre nutzten zahlreiche Besucherinnen und Besucher die Gelegenheit, sich bei unserer Patin für Organspende Doro über das Thema Organspende zu informieren.

    Besonders erfreulich: Zahlreiche Besucherinnen und Besucher entschieden sich direkt vor Ort, einen Organspendeausweis auszufüllen – und nahmen dank unseres personalisierten Ausweisdruckers ihren eigenen Ausweis gleich mit nach Hause. Dieses niedrigschwellige Angebot wurde sehr gut angenommen und zeigt, wie wichtig direkte Ansprache und praktische Lösungen sind.

    Der Feierabendmarkt in Buer hat einmal mehr gezeigt, wie wertvoll solche Formate für die Aufklärung sind. Wir freuen uns über die vielen positiven Rückmeldungen und das große Interesse – und bedanken uns herzlich bei allen, die vorbeigeschaut haben.

  5. Organspende verständlich, persönlich und im Dialog – zu Gast am Berufskolleg Schloß Neuhaus

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    Das Netzwerk Organspende NRW war zu Gast am Berufskolleg Schloß Neuhaus und gestaltete dort eine informative und interaktive Veranstaltung rund um das Thema Organspende. Vor Ort begleiteten unsere Patin für Organspende Rita sowie unsere Mitarbeiterin Konstanze den Termin und standen den Schülerinnen und Schülern für Fragen und den persönlichen Austausch zur Verfügung.

    Im Mittelpunkt standen umfassende Einblicke in den Ablauf der Organspende, aktuelle Zahlen sowie anschauliche Modelle, die das Thema greifbarer machten. Besonders wichtig war uns dabei, nicht nur Wissen zu vermitteln, sondern auch in den Dialog zu gehen: Durch interaktive Abstimmungen konnten die Schülerinnen und Schüler aktiv teilnehmen, ihre Einschätzungen teilen und Fragen einbringen.

    Ein besonderer Moment war der persönliche Erfahrungsbericht, der das Thema auf eindrückliche Weise greifbar gemacht und gezeigt hat, welche Bedeutung Organspende für Betroffene haben kann.

    Ergänzend zum Vortrag wurde im Foyer unsere Wanderausstellung präsentiert. Sie bietet weiterführende Informationen sowie persönliche Geschichten und lädt dazu ein, sich auch über die Veranstaltung hinaus intensiv mit dem Thema auseinanderzusetzen.

    Ein besonderer Dank gilt den engagierten Schülerinnen Annika Hinz und Kristina Hellinge (BK23a – Kaufleute für Büromanagement) für die Organisation und die Einladung. Ebenso bedanken wir uns bei allen Teilnehmenden für das große Interesse und die offenen, wertschätzenden Gespräche.

  6. Junge Menschen informieren, Leben retten: Paten für Organspende zu Gast in Selm

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    Am 20. Februar 2026 war einer unserer ehrenamtlichen Paten des Netzwerks Organspende NRW an der Selma-Lagerlöf-Sekundarschule in Selm zu Gast. Im Mittelpunkt stand ein Thema, das Leben retten kann – und dennoch im Alltag oft zu wenig Raum einnimmt: die Organspende.

    Im Rahmen einer Informationsveranstaltung für die Jahrgangsstufe 10 erhielten die Schülerinnen und Schüler fundierte Einblicke in die medizinischen Abläufe einer Organtransplantation sowie in die rechtlichen Rahmenbedingungen in Deutschland und Europa. Anschaulich und verständlich wurde erklärt, unter welchen Voraussetzungen eine Organspende möglich ist, wie der Ablauf im Ernstfall aussieht und warum die persönliche Entscheidung dabei eine so zentrale Rolle spielt.

    Besonders eindrucksvoll wurde es, als der Referent offen von seiner eigenen Krankheitsgeschichte berichtete. Als selbst transplantierter Mensch konnte er authentisch schildern, was eine Organspende für Betroffene bedeutet – nicht nur medizinisch, sondern auch menschlich. Diese persönliche Perspektive machte deutlich, dass hinter jeder Entscheidung echte Lebensgeschichten stehen.

    Ziel des Projekts „Paten für Organspende“ ist es, junge Menschen frühzeitig sachlich zu informieren, Unsicherheiten abzubauen und sie zu einer selbstbestimmten Auseinandersetzung mit dem Thema zu ermutigen. Neben medizinischen Fakten standen daher auch ethische Fragen im Raum: Warum ist es wichtig, eine eigene Entscheidung zu treffen? Weshalb sollte man mit der Familie darüber sprechen? Und welche Bedeutung hat ein Organspendeausweis?

    Die Schülerinnen und Schüler nutzten die Gelegenheit für einen offenen Austausch und stellten zahlreiche Fragen. Der Besuch zeigte einmal mehr, wie wichtig Aufklärung ist, um Vorurteile abzubauen und eine fundierte Meinungsbildung zu ermöglichen.

  7. Pressemitteilung zu den Organspendezahlen 2025

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    Organspendezahlen steigen – doch viele warten weiter:

    Mehr Unterstützung für Aufklärung nötig
    Netzwerk Organspende NRW fordert Stärkung lokaler Initiativen

    Bochum, 15. Januar 2026 — Die Zahl der Organspenden in Deutschland ist im Jahr 2025 erneut angestiegen. Nach Angaben der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO) spendeten 985 Menschen nach ihrem Tod ein oder mehrere Organe – so viele wie seit 2012 nicht mehr. Trotz dieser erfreulichen Entwicklung bleiben die Wartelisten weiterhin lang: Der Bedarf an Spenderorganen übersteigt das Angebot deutlich, viele Betroffene warten oft sogar jahrelang auf ein lebensrettendes Organ.

    Positiver Trend in NRW – aber Versorgungslücke bleibt
    Auch Nordrhein-Westfalen trägt zum bundesweiten Anstieg bei: 586 Organe wurden 2025 posthum gespendet (2024: 495; 2023: 503). Gleichzeitig konnten 746 Organe transplantiert werden. Doch auch in NRW können längst nicht alle Patientinnen und Patienten zeitnah versorgt werden.

    Aufklärung schafft informierte Entscheidungen
    „Wir sehen: Menschen entscheiden sich eher für einen Organspendeausweis, wenn sie informiert sind, Fragen stellen können und Vertrauen aufbauen“, sagt Stefan Palmowski, Vorstandsvorsitzender des Netzwerks Organspende NRW.
    Deshalb setzt das Netzwerk auf persönliche Begegnung – dort, wo Menschen leben und sich austauschen: in Schulen, Vereinen, Unternehmen, bei Stadtfesten, in Rathäusern und Kliniken.

    Zentral ist das Engagement der ehrenamtlichen Patinnen und Paten für Organspende. Sie bringen ihre persönlichen Erfahrungen ein – als Transplantierte, Angehörige von Spenderinnen und Spendern oder Menschen mit medizinischem Hintergrund – und fördern niedrigschwellige Gespräche über ein sensibles Thema.

    Wachsende Nachfrage nach Angeboten
    Neben den persönlichen Einsätzen bietet das Netzwerk ergänzende Formate an, etwa eine landesweite Foto-Wanderausstellung oder Organspende-Infoterminals an stark frequentierten Orten. Erste Auswertungen zeigen, dass gerade diese Angebote Menschen erreichen, die sich sonst selten aktiv mit der Frage der Organspende befassen.

    Strukturen stabilisieren – lokale Initiativen stärken
    Damit diese Angebote überall verfügbar bleiben, braucht es verlässliche Rahmenbedingungen. Viele lokale Initiativen und Ehrenamtliche leisten unverzichtbare Aufklärungsarbeit, verfügen aber nur über begrenzte Mittel.
    „Damit der positive Trend anhält, muss Aufklärung als dauerhafte Aufgabe verstanden werden – nicht als Projekt, das von Jahr zu Jahr neu begründet werden muss“, so Palmowski.

    Dazu gehört auch, den gesellschaftlichen Austausch über die politische Diskussion zur Widerspruchslösung (opt-out) breit zu ermöglichen. Ob am Ende opt-out kommt oder nicht: Eine informierte Entscheidung der Bürgerinnen und Bürger bleibt zentral.

    Kontakt
    Das Netzwerk Organspende NRW e.V. unterstützt Kommunen, Bildungseinrichtungen und lokale Gruppen bei der Aufklärung über Organspende mit Patenvermittlung, Wanderausstellung und Unterstützung bei der Organisation von Aufklärungsarbeit.

     

    Weitere Informationen finden Sie unter:
    www.netzwerk-organspende-nrw.de

  8. Organspende auf der MEDICA 2025 – vier Tage im internationalen Austausch

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    Von Montag, 17. November, bis Donnerstag, 20. November 2025 waren viele unserer Patinnen und Paten für Organspende mit dem Organspende-Anhänger (OS-Car) auf der MEDICA 2025 in Düsseldorf vertreten. Die weltgrößte Medizinmesse bot auch in diesem Jahr eine ideale Plattform, um das Thema Organspende sichtbar zu machen und in den Austausch zu kommen.

    Getragen vom Selbsthilfegedanken informierten unsere Patinnen und Paten an vier Messetagen über Organspende – aus eigener Motivation und persönlicher Überzeugung heraus. In zahlreichen Gesprächen mit Besucherinnen und Besuchern wurde deutlich, wie wertvoll dieser persönliche Zugang ist. Neben vielen Gesprächen auf Deutsch ergaben sich auch intensive internationale Begegnungen auf Englisch. Dabei erhielten wir spannende Einblicke, wie Organspende in anderen Ländern organisiert ist und welche Erfahrungen dort gemacht werden.

    Tatkräftige Unterstützung erhielten wir von der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO), Region NRW. An jedem Messetag war ein Koordinator vor Ort und stand sowohl unserem Team als auch dem Fachpublikum aus Kliniken und Gesundheitseinrichtungen mit fachlicher Expertise zur Seite. Gerade für die vielen medizinischen Besucherinnen und Besucher bot sich so die Gelegenheit, konkrete Fragen zu Abläufen, Strukturen und Herausforderungen der Organspende zu stellen.

    Vier intensive Tage, viele Gespräche, neue Perspektiven und ein starkes Zeichen für Aufklärung und Dialog – die MEDICA 2025 hat einmal mehr gezeigt, wie wichtig persönliche Begegnungen für das Thema Organspende sind.