Der Tag der Organspende ist ein Tag des Erinnerns, des Dankes und der Hoffnung. Er rückt die Menschen in den Mittelpunkt, die durch ihre Entscheidung zur Organspende Leben gerettet oder schwerkranken Patientinnen und Patienten neue Lebensqualität geschenkt haben – ebenso wie ihre Angehörigen, die diesen Weg in einer schweren Stunde mitgetragen haben.
Auch in diesem Jahr setzt das Netzwerk Organspende NRW e.V. rund um den Tag der Organspende ein sichtbares Zeichen der Wertschätzung: Mit unserer Rosenaktion besuchen wir vier Kliniken in Nordrhein-Westfalen und überreichen weiße Rosen an die Mitarbeitenden auf den Intensivstationen und in den beteiligten Funktionsbereichen.
Die Rose steht dabei für Dankbarkeit, Respekt und Erinnerung. Sie ist ein stilles Zeichen für das, was Organspende bedeutet: Hoffnung, Leben – und die Bereitschaft, auch in Momenten großer Trauer an andere zu denken.
Organspende ist weit mehr als ein medizinischer Ablauf. Sie erfordert fachliche Kompetenz, klare Strukturen und vor allem viel Menschlichkeit. Die Mitarbeitenden in den Kliniken begleiten Angehörige in sehr belastenden Situationen, schaffen Vertrauen, geben Orientierung und ermöglichen unter hohem zeitlichem und organisatorischem Aufwand den Weg zu einer möglichen Organspende.
Dieses Engagement bleibt im Klinikalltag oft im Hintergrund. Mit unserer Rosenaktion möchten wir genau diesen Einsatz sichtbar machen und Danke sagen – den Teams, die mit großer Verantwortung, Einfühlungsvermögen und Professionalität handeln.
Im St. Bernhard-Hospital Kamp-Lintfort startete unsere diesjährige Rosenaktion. Schon beim Ankommen wurde spürbar, wie offen und herzlich die Aktion aufgenommen wurde. In den Gesprächen mit den Mitarbeitenden zeigte sich, wie viel Engagement, Erfahrung und Menschlichkeit im Klinikalltag steckt – oft leise, oft selbstverständlich, aber von unschätzbarem Wert.
Mit der weißen Rose konnten wir unseren Dank persönlich überbringen: für die Aufmerksamkeit gegenüber Angehörigen, für die Begleitung in schwierigen Situationen und für die Bereitschaft, dem Thema Organspende Raum zu geben.
Im Krankenhaus Köln-Merheim begegneten wir Menschen, die sich tagtäglich mit großer Verantwortung und viel Einfühlungsvermögen für Patientinnen, Patienten und Angehörige einsetzen. Die Übergabe der Rosen schuf kleine Momente des Innehaltens mitten im Klinikalltag.
Viele Reaktionen machten deutlich, dass ein einfaches Zeichen der Wertschätzung viel bedeuten kann. Die Rose stand an diesem Tag nicht nur für Dank, sondern auch für das Bewusstsein, dass Organspende immer mit persönlichen Geschichten, Abschied und Hoffnung verbunden ist.
In den Knappschaft Kliniken Universitätsklinikum Bochum in Bochum-Langendreer durften wir zahlreiche Mitarbeitende persönlich erreichen. Dabei wurde sichtbar, mit wie viel Professionalität und Herz die Teams ihre Aufgaben wahrnehmen.
Die Gespräche vor Ort waren geprägt von Offenheit, Interesse und gegenseitiger Wertschätzung. Mit jeder überreichten Rose wollten wir deutlich machen: Dieses Engagement wird gesehen. Es verdient Anerkennung – gerade, weil es oft in Momenten geschieht, die für Angehörige besonders schwer sind.
Den Abschluss unserer Rosenaktion bildete das Herz- und Diabeteszentrum NRW in Bad Oeynhausen. Auch hier wurden wir herzlich empfangen und konnten unseren Dank persönlich an die Mitarbeitenden weitergeben.
Die Begegnungen zeigten noch einmal eindrucksvoll, wie wichtig es ist, das Thema Organspende nicht nur medizinisch, sondern auch menschlich zu betrachten. Die weißen Rosen waren ein stilles Zeichen der Anerkennung für alle, die mit ihrer Arbeit dazu beitragen, dass aus Verlust neue Hoffnung entstehen kann.