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05.06.2021
Tag der Organspende

Das Netzwerk Organspende NRW – der Name macht Programm

Warum wurde das Netzwerk Organspende gegründet? Was leisten die Paten für Organspende? Wer sind eigentlich die Lebensritter? Das und vieles mehr erklären wir in unserem neuen Video.

Das Netzwerk Organspende NRW – der Name macht Programm

Organ Dance Changes Lives – Tanzprojekt von Alfonso Palencia

Alfonso Palencia hat in Kooperation mit dem Netzwerk Organspende NRW e.V. zum diesjährigen Tag der Organspende das sehenwerte Tanzprojekt “Organ Dance Changes Lives” auf die Beine gestellt. Eigentlich sollte Premiere live auf dem Marktplatz in Bonn gefeiert werden, aber aus bekannten Gründen war das nicht möglich. Umso stolzer sind wir, dass wir gemeinsam mit dem Hagener Videografen, Faton Cakaj, den „Organ Dance“ als Film präsentieren können. In einer tänzerischen und abstrakten Darstellungsweise setzten sich die Tänzerinnen Melanie López López, Ran Takahashi und der Tänzer Bobby Briscoe mit dem Leben eines Menschen auseinander, der auf ein lebensrettendes Organ wartet. Aber sehen Sie selbst und lassen Sie den Tanz auf sich wirken.

Organ Dance Changes Lives – Tanzprojekt von Alfonso Palencia

6 Fakten zum Thema Organspende

  • Jeder ab 16 Jahren kann der Organspende zustimmen. Zu einer Spende kann es aber nur in den Fällen kommen, in denen bei einem Patienten auf der Intensivstation eindeutig und zweifelsfrei ein so genannter irreversibler Hirnfunktionsausfall – umgangssprachlich: „Hirntod“ – festgestellt wurde.
  • Jeder kann einen Organspendeausweis ausfüllen, denn es geht dort einzig um die Dokumentation der eigenen Bereitschaft zur Spende. Eine ärztliche Untersuchung ist unabhängig vom Alter nicht notwendig.
  • Folgende Organe können gespendet werden: Herz, Lunge, Niere, Leber, Bauchspeicheldrüse und Darm.
  • Die Befürchtung, dass bei möglichen Organspendern auf der Intensivstation nicht mehr alles medizinisch Mögliche getan wird, ist unbegründet. Notärzte, Rettungsteams und Intensivmediziner, die sich um das Leben des Patienten bemühen, haben nichts mit der Organentnahme und Transplantation zu tun. Erst wenn der irreversible Hirnfunktionsausfall eingetreten ist, wird nach intensiven Gesprächen mit den Angehörigen über eine mögliche Spende entschieden.
  • Für die Vermittlung von gespendeten Organen ist die Stiftung Eurotransplant mit Sitz im niederländischen Leiden für die Mitgliedsländer Deutschlands, Belgien, die Niederlande, Luxemburg, Kroatien, Österreich, Slowenien und Ungarn zuständig. Durch den Zusammenschluss dieser Länder haben die Patienten größere Chancen, ein passendes Organ zu bekommen oder – in dringenden Fällen – möglichst schnell transplantiert zu werden. Die Spenderorgane werden nach festgelegten Kriterien an die Wartelistenpatienten vergeben. Die Bundesärztekammer hat für Deutschland gemäß dem Transplantationsgesetz Richtlinien für die Organvermittlung erlassen. Im Vordergrund stehen Erfolgsaussicht und Dringlichkeit.

Quelle (abgerufen 27.05.2021)

3 gute Gründe, warum es wichtig ist, eine Entscheidung zutreffen

Organspende rettet Leben!

In Deutschland stehen zu jeder Zeit rund 9.200 Menschen auf der Warteliste für eine lebensrettende Organtransplantation. Für viele ist die Organspende der einzige Ausweg aus einer tödlichen Krankheit. 2020 verstarben 767 Personen, während sie auf ein lebensrettendes Organ warteten. Seit Beginn der Behandlungsform in Deutschland im Jahr 1963 haben 142.000 Deutsche überlebt oder hatten ein besseres Leben. Ein Spender kann bis zu sieben Leben retten.

Niemand bekommt, wenn niemand gibt.

Würden Sie einem neuen Organ zustimmen, wenn es Ihr Leben retten könnte? Die Organspende basiert auf Freiwilligkeit. Das Prinzip funktioniert nicht, wenn niemand ja sagt. Es besteht eine dreimal höhere Wahrscheinlichkeit, dass Sie ein neues lebensrettendes Organ benötigen, als dass Sie selbst Organe spenden.
Wenn eine Organtransplantation weiterhin eine Behandlungsoption sein soll, ist es wichtig, dass möglichst viele Menschen aktiv darüber nachdenken, ob sie spenden möchten.

Vermeiden Sie, dass Ihre Familie die Entscheidung in Ihrem Namen treffen muss.

Jedes Jahr erleiden viele Menschen den Verlust eines Familienmitglieds. Wenn eine mögliche Organspende im Raume steht, wird der Arzt die Angehörigen fragen, was der Verstorbene wollte. Wenn Sie dies nicht wissen, liegt es an den Angehörigen, die Entscheidung über die Organspende zu treffen. Vielen Familien fällt diese Entscheidung in dieser tragischen Stunde sehr schwer. Daher ist es wichtig, dass Sie Ihre Lieben zu Lebzeiten informieren, damit sie nicht die Entscheidung für Sie treffen müssen.