Ein Ort des Dankes und der Erinnerung:

Netzwerk Organspende NRW bei der Einweihung des „Dank.Mals“ in Bethel

Zum Tag der Organspende 2026 wurde im Evangelischen Klinikum Bethel (EvKB) in Bielefeld ein besonderer Ort des Gedenkens eingeweiht: das „Dank.Mal“ mit dem Titel „Flügel des Lebens“. Das farbenfrohe Kunstwerk des Bielefelder Künstlers Karl Wachtmann ist Organspenderinnen und Organspendern sowie ihren Angehörigen gewidmet und macht Dankbarkeit, Wertschätzung und Erinnerung sichtbar.

Stellvertretend für das Netzwerk Organspende NRW e.V. nahmen unser Vorstandsmitglied Christina Hülsmann und unsere Patin für Organspende Rita Schlink an der feierlichen Einweihung teil. Für beide war es ein bewegender Moment, an einem Ort dabei zu sein, der die Bedeutung von Organspende auf eine sehr persönliche und zugleich würdige Weise in den Mittelpunkt stellt.

Das „Dank.Mal“ befindet sich im Eingangsbereich der Kapelle im Haus „Gilead I“ des EvKB. Im Zentrum des illuminierten Bildes steht der Schmetterling – ein Symbol für Verwandlung, Hoffnung und neues Leben. Genau darum geht es auch bei der Organspende: Menschen ermöglichen über den eigenen Tod hinaus anderen eine neue Perspektive, neue Lebenszeit und oftmals ein Weiterleben.

Dr. Friedhelm Bach, Transplantationsbeauftragter Arzt im EvKB, machte im Rahmen der Einweihung deutlich, dass mit dem Kunstwerk ein Zeichen des Dankes geschaffen wurde – gerade weil ein persönliches Dankeschön an die Spenderinnen und Spender selbst nicht mehr möglich ist. Das EvKB engagiert sich seit vielen Jahren intensiv im Bereich Organspende und gehört seit 2017 zu den Entnahmekrankenhäusern mit hauptamtlicher Transplantationskoordination. Seitdem wurden dort bereits zahlreiche Organspenden begleitet und vielen Menschen konnte durch transplantierte Organe geholfen werden.

Auch die Angehörigen von Organspenderinnen und Organspendern standen bei der Einweihung im Mittelpunkt. Sie treffen in einer Ausnahmesituation eine Entscheidung, die anderen Menschen Hoffnung und Leben schenken kann. Das „Dank.Mal“ würdigt deshalb nicht nur die Spenderinnen und Spender, sondern auch die Familien, die diesen schweren Weg mitgehen.

Für das Netzwerk Organspende NRW war die Teilnahme an der Einweihung ein wichtiges Zeichen der Verbundenheit. Orte wie dieser machen sichtbar, was im Klinikalltag oft im Stillen geschieht: das große Engagement der Transplantationsbeauftragten, der Pflegekräfte, der Ärztinnen und Ärzte sowie aller Mitarbeitenden, die Organspende möglich machen und Angehörige in schweren Momenten begleiten.

Gleichzeitig erinnert das „Dank.Mal“ daran, dass weiterhin viel Aufklärungsarbeit nötig ist. Noch immer warten viele Menschen in Deutschland auf ein lebensrettendes Organ. Umso wichtiger ist es, über Organspende zu sprechen, eine persönliche Entscheidung zu treffen und diese zu dokumentieren.

Wir danken dem Evangelischen Klinikum Bethel für dieses starke und berührende Zeichen der Wertschätzung und freuen uns, dass Christina Hülsmann und Rita Schlink das Netzwerk Organspende NRW bei dieser besonderen Einweihung vertreten durften.

Bild:
Dr. Christian Brandtner, geschäftsführender Arzt der DSO-Region NRW, Rita Schlink, Christina Hülsmann, Dr. Friedhelm Bach, Transplantationsbeauftragter EvKB, und Dr. Matthias Ernst, Geschäftsführer EvKB, vor dem „Dank.Mal“ „Flügel des Lebens“ im Evangelischen Klinikum Bethel.

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